Romane für den grünen Mai
Taschenbuch:

Donna Milner, “River”, Piper, € 9,95
Ein wunderbar poetischer Roman erzählt von einem grausamen Schicksal. Dabei beginnt - wie so oft im Leben - alles herrlich: Nathalie wächst geborgen, umgeben von ihrer warmherzigen Familie, in den Sechzigerjahren auf einer Farm im ländlichen Kanada auf. Als River, der junge Vietnam-Kriegsdienstverweigerer, als Arbeiter zu ihnen stößt, scheint alles noch viel schöner zu werden. River ist ein guter Mann. Doch keiner ahnt, dass seine Ankunft eine Lawine lostreten wird, die das Leben aller für alle Zeiten verändern wird. Und Nathalie, die inzwischen Großmutter ist und all dies aus ihrer Erinnerung berichtet, wird ihre Schuldgefühle ein Leben lang nicht los… Oder gibt es doch einen Weg?
Hardcover:
Chuck Klosterman, “Nachteulen”, Fischer, € 19,95
In einer kleinen Stadt in North Dakota im Jahr 1983 spielt die Handlung. Wenn man es denn eine Handlung nennen kann, haben doch die Einwohner - auf die unbemerkt eine schwere Katastrophe zusteuert - ständig das Gefühl, als bliebe das Leben stehen an diesem tristen Ort. Nicht nur Julia, die neue, dreiundzwanzigjährige Geschichtslehrerin, entdeckt ihre Leidenschaft für das Trinken, der sie in einer der sieben Kneipen nächtelang mit ihren neuen Freunden nachgehen kann. Mitch, ein siebzehnjähriger Schüler, fühlt sich von den Erwachsenen unterdrückt - ganz besonders von Mr Laidlaw, dem hervorragenden Pädagogen, der jedoch eine Schülerin nach der anderen schwängert. Und dann ist doch noch Horace, 73. Völlig überraschend wird gerade er am Ende die Katastrophe überleben… Ein schräger Roman voll interessanter Einblicke und Erkenntnisse.
