Welche Romane mögen Sie im September lesen…?
Freitag, 04. September 2009Hardcover:
Victor Lodato, “Mathilda Savitch”, C. H. Beck, 978-3-406-59074-0, € 17,90
Der Roman zeichnet auf poetische, gefühlvolle Weise ein Bild des Lebens heutiger Jugendlicher in den USA, im Zeitalter von Terror und Umbruch. Dabei ist Mathildas Geschichte alles andere als gewöhnlich: Ihre Familie muss mit der Trauer um Helene fertig werden. Helene, die mittlerweile siebzehn wäre. Vor einem Jahr wurde sie vor den Zug gestoßen, von einem Mann, der sich gleich darauf “in Luft auflöste”. Oder ist sie nicht doch eher gesprungen…? Die dreizehnjährige Mattie vermißt ihre große Schwester sehr. Doch sie versteckt sich nicht vor ihren Gefühlen, rennt vor ihnen nicht davon, so wie ihre Mutter das tut, die seit dem großen Unglück fast nicht mehr ansprechbar ist. Mathilda macht sich, um Helene Beweggründe zu erfahren, auf die Suche nach deren letztem Freund. Es tut ihr weh, dass sie dabei auf die Hilfe ihrer besten Freundin, Anna mit den schönen Augen und dem bunten, warmen Zuhause, verzichten muss. Und auch mit dem dreißigjährigen Mann, auf den sie dabei stößt, hat sie nicht gerechnet. Doch sie läßt sich nicht unterkriegen…
Taschenbuch:
Venedig unter habsburgischer Herrschaft: Das kaiserliche Paar - Franz Joseph und Elisabeth - wird in der Lagunenstadt erwartet. Ein fingiertes Attentat ist geplant - nur um den Kaiser dadurch zu der gewünschten Umverteilung der Militärausgaben zu überreden, mehr will man ihm nicht antun. Oder vielleicht doch…? Zufällig wird nämlich ein Attentäter gewählt, der den Kaiser tatsächlich beiseite schaffen will! - Ein brisanter Fall für den sympathischen Commissario Tron, der dieser Verschwörung auf die Spur kommt. Als er seine Erkenntnis dem kaiserlichen Stab vorträgt, wird er jedoch nicht ernst genommen… Nicolas Remins Kunst besteht darin, dem Leser das Gefühl zu vermitteln, selbst in Venedig zu sein - denn obwohl das in seinen spannenden und herzerfrischenden historischen Kriminalromanen beschriebene Zeitalter lange zurückliegt, wird ein Eindruck vom damaligen Alltagsleben erzeugt, das mit seinen gewöhnlichen Menschen und ihren Macken sehr an das unsere erinnert…
